Mittwoch, 4. Juni 2014

Metallische Stärke in Holzform – Das Eisenholz

Dichter als Wasser und hart wie Eisen - unter diese zwei Hauptmerkmale fällt das Eisenholz.

Nach dem Ende des Tropenholzboykotts im Jahr1997 wird das Eisenholz wieder in Deutschland eingeführt.

Die hohe Dichte, welches im Verhältnis zur Dichte von Wasser (etwa 1 g/cm³) höher ist und somit unter geht, als auch die außergewöhnliche Härte, die zur Bearbeitung hartmetallbestückte Werkzeuge erfordert, gilt daher als Besonderheit.

Etwa 150 Baumarten, die aus den tropischen Gebieten Südamerika, Brasilien, Guyana und Venezuela kommen, fallen unter die Bezeichnung „Eisenholz“, welches der botanischen Gattung Swartzia angehört.
Unter „Eisenholz“ bezeichnete Bäume gehören unter anderem das Bongossi-Holz, das Wüsteneisenholz, der Arganbaum mit dem Gattungsnamen „Dorniges Eisenholz“ oder die Swartzia, die wie das Wüsteneisenholz auch zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehört.

Das elastische und sehr schwere Eisenholz kann bis zu 35 Metern hoch werden und beträgt einen Stammdurchmesser von 0,6 Meter. Die Außenhaut strahlt in einer dunkelbraunen bis dunkelkarminroten Farbe seine Härte aus und trägt im Inneren einen tief, braunroten bis schwarzbraunen Kernholz, mit einem schmalen, gelblich-weißen Splint.

Das gering porige Eisenholz,
das zum Teil schwarze Poreninhaltsstoffe aufweist, ist widerstandsfähig gegenüber Pilzen und Insekten und lässt sich nicht durch Jahresringe unterscheiden.
Mit einer Rohdichte (bei zwölf Prozent Feuchtgehalt) von circa 0,89 g/cm³, zeigt das schwere Holz geringe Schwindmaße und hat einen erheblich höheren Härtegrad als Eiche.
       
Das Holz wird aufgrund seiner guten Eigenschaften wie Festigkeits, geringer Verrottungsfähigkeit und dekoratives Aussehens gerne in der Drechslerei, Stockindustrie und für Musikinstrumente, wie dem Geigenbogenbau, verwendet und ist das Highlight unter den Harthölzern, weil der Einsatz des Holzes höchsten Ansprüchen genügen muss.

Luxus trifft auf Exotik – Das Schlangenholz

Rötlichbraune bis feuerrote Fasern bilden einen unregelmäßigen Verlauf durch eines der teuersten Hölzer der Welt – dem Schlangenholz.

Die exotische Bezeichnung stammt aus der schlangenhautähnlichen Maserung,
die durch die feine Holzstruktur verläuft und nicht zuletzt auch als Letterwood oder Leopard Wood bekannt ist, da die schwarzen Streifen und dunklen Flecken an Leopardenfell erinnern. Die Abstammung folgt aus der Familie des Maulbeergewächses Moraceae und gehört zu der südamerikanischen Baumart der Piratinera guianensis.

Das ausgefallene Laubholz ist ein immergrüner Baum und  kommt in Mittelamerika und im nördlichen Teil von Südamerika, besonders im Amazonasbecken, in den Guayanas und Venezuela vor. Es kann eine Höhe von bis zu 45 Metern erreichen, mit einem eher geringen Stammdurchmesser von 0,5 bis 1m.

Mit einer außerordentlichen Härte, präsentiert sich das Schlangenholz nicht nur in seinem Aussehen als außergewöhnlich, sondern weist auch bei der Holzbearbeitung starke Spannungen auf, die das Holz sehr rißanfällig machen kann.

Mit einem hohen Harzgehalt muss gerade bei der Verleimung und der Oberflächenbehandlung, mit Sorgfalt gearbeitet werden. Die glatte und dicke Baumrinde enthält einen dickflüssigen, weißlichen Latex.
Scharf getrennt wird der Splint und das Kernholz, während der Splint sehr breit und
gelblich –weiß ist, zeichnet sich das Innere Kernholz mit einer braun bis rotbraunen Farbe aus und dunkelt an der Luft nochmals nach.

Das feinporige Schlangenholz ist schwer zu trocknen, jedoch sehr haltbar und widerstandsfähig gegenüber Schädlingen. Zudem sollte das Holz nie stärker erwärmt, direktem Sonnenlicht oder starken Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen ausgesetzt werden.

Besondere Verwendung findet das edle Holz im Instrumentenbau,
in der Kunsttischlerei, bei Jagdobjekten, kleineren Schmuckobjekten und Luxusgegenständen, als auch beim Drechseln, wofür es hervorragend geeignet ist und nach einer orden
tlichen Politur einfach traumhaft aussieht.

Dienstag, 6. Mai 2014

Update zu Bodentrends 2014

Trends für Bodenbeläge 2014

INNEN

Die Trends für Bodenbeläge im Jahr 2014 schließen sich an die Entwicklungen der letzten Jahre an. Alles bleibt dem Megatrend der letzten Jahre, der Individualisierung, untergeordnet.  Die Wahl des Bodenbelags bildet die Grundlage des jeweiligen Gestaltungskonzepts und erfährt somit eine immer größere Aufmerksamkeit. Insbesondere innovative und nachhaltige Bodenbeläge stehen weiterhin im Fokus.

Die sogenannten Design-Beläge aus Vinyl bestechen in diesem Jahr nicht nur durch ihre charmante und warme Optik, sie ermöglichen auch, durch integriertes Material an der Rückseite, zusätzliche Eigenschaften wie Wärmedämmung und Schallschutz in den Bodenbelag zu integrieren. Gleichzeitig steht eine dunkle Optik im Vordergrund und raue Oberflächen vermitteln das Gefühl von gebürsteten oder handgehauenen Dielen.

Von Vinylböden inspiriert,
liegen auch individuell kombinierbare Teppichdielen voll im Trend. Sie lassen vollkommene Gestaltungsfreiheit in der Kombination von Mustern und Farbe. Gleichzeitig sind sie, ebenso wie Laminat, in einfachster Art und Weise selbst für Laien in kurzer Zeit verlegbar. Auch hier werden wiederum technische Eigenschaften wie Wärmedämmung und Schallschutz direkt in das Material integriert.

Gleich welche Art von Bodenbelag zum Einsatz kommt, es verändert sich die Optik, weg von kleinteiligen Mustern wie Schiffsböden, hin zu großflächigen Dielen. Auch in der Bodenfarbe setzten sich die Veränderungen der letzten Jahre fort. Grau ist 2014 auf dem Weg zur Trendfarben für Bodenbeläge. Dabei findet das ganze Spektrum der Grautöne gleichermaßen Verwendung. Speziell bunte Möbel kommen auf grauem Untergrund besonderes zur Geltung. In der Anwendung von Echtholz oder Holzoptik entfernt sich der Trend zusehends von hellem Holz, hin zu dunkleren Holzarten. Damit wird ein sinnvoller Kontrast zu hellen Wandfarben und großangelegten Fenstern geschaffen. Auch in der Holzsortierung setzt sich der Wandel der letzten Jahre fort. Immer rustikalere und aufregendere Sortierungen sind gefragt.

Auch für die nächsten Jahre bleibt zu erwarten, dass den Individualisierungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt werden.

Montag, 31. März 2014

Fase

Wer schon einmal in einer alten Scheune oder einem Fachwerkhaus war, hat sehr wahrscheinlich auch schon eine Fase gesehen. Es sind die kleinen Schrägen am Rand eines Brettes, wo sich normalerweise die Kante befindet.

Üblicherweise hat eine Fase einen Winkel von 45 °. Man unterscheidet drei Arten von Fasen. Eine Fase an der Stirnseite oder auch kleinen Seite des Brettes findet sich eher selten. Dann gibt es noch die linksseitige Fuge an den langen Seiten des Brettes. Man bezeichnet sie auch als 2V-Fuge. Als 4V-Fuge bezeichnet man wiederum eine umlaufende Fase. Diese findet sich auf jeder Seite eines Brettes. Fasen dienen u.a. dazu, eine Verringerung der Verletzungsgefahr und Vereinfachung der weiteren Montage zu erreichen. Dies lässt sich mit verschiedenen Werkzeugen technisch realisieren.

Ein anderer Grund für eine Fase oder Fuge,
ist der optische Effekt. Der Raum wirkt durch einen gefasten Boden lebendiger und rustikaler. Besonders in Verbindung mit einem rustikal anmutenden Bodenbelag kann man sich so eine sehr wohnliche und ländliche Atmosphäre für zu Hause schaffen.

Donnerstag, 20. März 2014

Nut- und Federverbindung

Nut
Eine Steckverbindung bezeichnet man als Nut- und Federverbindung, wenn diese aus einem kleineren Steck-Element, der Feder, und einem größeren Aufnahme-Element, der Nut, besteht.

Bei einer weiteren Variante haben die Bretter auf beiden Seiten eine Nut in die eine lose Feder gesteckt  wird. Wenn die Nut- und Federverbindung richtig hergestellt wurde, können sich die Bretter nicht mehr verschieben. Dadurch ergibt sich eine glatte Fläche.

Feder
Die Belastung kann dann gleichmäßig auf alle angrenzenden Bretter verteilt werden. Die Nut/ Feder-Methode findet sich sehr häufig im

Bereich Fußböden wie Laminat, Parkett, Furnierparkett, Massivholzdielen und Kork wieder. Auch bei Vinyl findet diese Technik Anwendung.  Die Variante mit der losen Feder in der Mitte findet sich tendenziell eher bei Wand- und Deckenverkleidungen (Paneele).

Nut- und Feder Verbindung

 
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